Georg Pauls Sohn Georg Valerian, geboren 1683, wird Lehrer. Aus seiner Linie gehen die Elchlep hervor. Sein Sohn Immanuel Rudolf geht nach Weimar, lernt Handschuhmacher und wird Beutlermeister. Dessen Sohn Georg Friedrich Rudolf ergreift ein Handwerk, das zur rechten Zeit kommt: Er wird Perückenmacher. Sein Sohn Jakob Christian, geboren 1765, macht daraus eines der stattlichsten Geschäfte der Stadt, mit bis zu zwölf Gesellen, in den Jahren, in denen Goethe in Weimar Minister ist.
Dann ist die Zeit der Perücke vorbei, und mit ihr der Wohlstand. Die nächste Generation kehrt ans Pult zurück: Karl Friedrich Gottlob wird Bürgerschullehrer in Weimar, sein Sohn Georg Walter Oberlehrer, gestorben 1939.
Georg Walters Sohn Gerhard kommt 1896 in Weimar zur Welt. Er geht nicht in die Schule, sondern in den Wald: ab 1931 im Forstamt Henneberg bei Meiningen, ab 1937 als Forstmeister in Ilmenau, am Fuß des Kickelhahns, in den Wäldern, in denen Goethe „Über allen Gipfeln ist Ruh“ schrieb. Nach dem Krieg bekämpft er als Forstinspekteur die große Borkenkäferplage.
1970, mit vierundsiebzig, leiht er sich Friedrich Elchlepps Familienchronik aus Leipzig und schreibt sie Seite für Seite mit der Hand ab, die lateinischen Urkunden eingeschlossen. Seinen Heften verdankt diese Seite das meiste, was sie erzählt.
Die Familie war in diesen Jahrhunderten fast alles: Ritter, Burgmann, Bürger, Brauer, Schulmeister, Notar, Beutler, Perückenmacher, Lehrer und Förster. Ihre Geschichte geht weiter. Wer heute den Namen trägt, steht nicht hier, das bleibt der Familie.